Mein Beitrag in neu erschienener Publikation:
Der Landtag des Saarlandes: Vom Casino zum Parlament

Phänomene wie Macht, Herrschaft und Legitimation begründen große, vielfach untersuchte Fragen der Politikwissenschaft. Im Sammelband wird thematisiert, wie sich diese abstrakten Konzepte physisch widerspiegeln. Denn politische Traditionen, Symboliken und Prozesse finden einen wichtigen Ausdruck in politischen Bauwerken. Hierfür gibt es in Europa zahlreiche Beispiele. Der Sammelband richtet das Augenmerk auf den bundesrepublikanischen Kontext und die Frage, wie sich Politik im föderalen System Deutschlands in Landesparlamenten, im Bundesrat und Bundestag baulich darstellt. Was lässt sich aus der Architektur deutscher Parlamente über die jeweilige politische Identität und Kultur einer Region und eines Landes ablesen? Spiegeln die Gebäude politische Machtverhältnisse und die öffentliche Meinung wider? Zur Beantwortung dieser Fragen versammelt der Band theoretische Beiträge und Kapitel für die 16 Landesparlamente sowie den Bundesrat und Bundestag. Erstmalig liegt damit ein systematischer Vergleich der gesamten Spannweite deutscher Parlamentsarchitektur vor, die vom dunkel verglasten Bauhaus-Kubus bis zum Kurfürstenpalast reicht.

Reinhard Klimmt: Der Landtag des Saarlandes. Vom Casino zum Parlament. In: Julia Schwanholz, Patrick Theiner (Hrsg.): Die politische Architektur deutscher Parlamente. Von Häusern, Schlössern und Palästen. Springer VS 2020. 54,99 Euro. ISBN 978-3-658-29330-7

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Hinweis: "Umbrüche. Rudolf Holtappel"
Eine Fotoausstellung der Stiftung Situation Kunst

Als „teilnehmender Beobachter“ macht Rudolf Holtappel (1923-2013) in seinen Fotografien aus dem Ruhrgebiet die Geschichte eines der Zentren der Montanindustrie nachvollziehbar. Mit Offenheit und Neugierde erkundet er mit der Linse seiner Kamera jene pulsierende, vielfältige Lebenswelt: das städtebauliche Durcheinander, das Ineinandergleiten von Arbeits- und Alltagsleben – stets im Fokus seines Interesses: die Menschen der Region. Selbst in den menschenleeren Aufnahmen ist ihre Anwesenheit spürbar, etwa in Gestalt der zum Teil bizarren Architekturen der Wohnsiedlungen. Rudolf Holtappel deckt das Widersprüchliche auf, sodass seine Arbeiten sowohl das bescheidene „kleine“ Glück des entspannten Gesprächs über den Gartenzaun oder des ausgelassenen Kinderspiels zum Gegenstand haben als auch politische Konflikte sowie Trostlosigkeit und Melancholie.

Die Ausstellung ist in der Politischen Akademie der Stiftung Demokratie Saarland zu sehen.

Verlängerung bis 28. Juli.

Zur Homepage der Stiftung Demokratie Saarland

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